Krieg & Frieden, Liebe & Sehnsucht

Poesie von Dietmar Schmidt

von E.Bartsch
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Abwesenheiten

Die Abwesenheit von Krieg bedeutet nicht, dass
Friede herrscht.
Genauso wenig das Fehlen von Dunkelheit nicht
bedeutet, dass die Helligkeit überhandgenommen
hat.
Als auch das nicht Vorhandensein von Menschen
nicht bedeuten muss, dass wir alleine sind, obwohl
Straßen, Gassen und selbst der Himmel uns mit
Leere füttert und die Liebe zu dir nicht erlischt auch
wenn du lange Zeit nicht bei mir bist!

(Thema – Krieg und Frieden)

 

Herzenstrennung
Dein Platz jetzt hier und du bist fort, wir sind nicht
am selben Ort. Der Platz uns nun verwehrt, so
wurden wir getrennt, alles ist mir fremd, alles ist so
anderes, alles ist so ohne End und ohne dich ist alles
kahl und leer, ich seh dich nicht mehr.
Kein Land in Sicht, kein Funken Hoffnung mehr,
mein Herz ist ohne dich gebrochen und Einsamkeit
kommt angekrochen.
Pochend Sehnsucht mich getrieben, ich werd dich
immer lieben.
Die Jahre ziehn einher und zwingen mich zum
Altern sehr, sie zwingen mich dich zu vergessen.
Sie wolln mir dich entreißen, doch ich werd sie alle
beißen, werd sie in der Luft zerreißen und dich im
Herzen immer tragen und zu dir sagen:
„Du bist meine Liebe, du bist meine Eine für die ich
sogar weine!“

(Thema – Liebe, Sehnsucht)

 

Dietmar Schmidt

 

Wien
Wien, du Stadt, du meine Stadt, ich habe dich
niemals satt.
Du bist so lieblich wohl gesonnen und deshalb hast
du mich gewonnen.
Die Donauauen, der wilde Wein, komm ich lad dich
ein, ich lad dich ein zu mir und lieblich voller Gier
bin ich bald in dir.
Die Stadt hat uns verzaubert.
Der Prater und die Buschenschanken, niemand wird
uns weisen in die Schranken.
Fashion Club, Apostelkeller und Aidas Sorte, mir
fehlen ganz und gar die Worte.
Lecker und ganz fein sind diese Orte, die ich alle horte.

(Thema – Wien, die Stadt ist meine LIEBE)

 

Non verbales Trieb-Werk (en)

Ich bin umhergeirrt und habe meinen tiefsten Grund
erreicht.
Ich habe meinen Schatten in die Wände des
Schweigens eingemauert, um für immer dort zu
bleiben.
Ich sag nichts, sprech keinen Ton, bin leise still und
starr versteinert. Wie in Zement ich bin gebettet und
will, dass du mich rettest.
Doch alles kommt zu spät, alles ist verloren, ich
habe das Summen und das Brummen in den Ohrn.
Immer näher kommt er nun geflogen und speit das
Feuer hinten raus.
Jetzt ist wirklich alles aus, alles vorbei und ich bin
nur noch still, bin eingemauert und zu tiefst
beschränkt durch den Zement der mich fixiert im
Mauerwerk und du trägst die Liebe fort, trägst sie
weit weg. So hab ich meinen tiefsten Grund erreicht.
Es fällt mir gar nicht leicht und der Grund ist allzu
seicht. So kann die Hoffnung Früchte tragen und ich
werd nicht mehr klagen, ich werd nicht liegen
eingebettet hier, ich werd zusammen sein mit dir.
Für immer und für ewig sind wir eins und treten aus
der Dunkelheit und Mauerwerk bricht um uns
nieder. Jetzt haben wir uns wieder.

(Thema – Die Gefühlswelt und das Empfinden des Künstlers T.W.)

 

Essenz

Im tiefsten Dunkel der Nacht habe ich bei dir
gewacht und nachgedacht.
Nachgedacht, wie es wohl wäre, wenn ich dich
verehre, begehre und dich mein Leben lehre.
Dein Pech so schwarzes Haar in Händen nun
gehalten und deinen Duft lass ich entfalten. Jedes
Stück von dir gehalten und jeden Tropfen wohl
behalten, in mich einverleibt, in mich aufgenommen
und dabei ganz zerronnen, so bin ich total
benommen und berauscht von dir.
Hab dich mir injiziert wie eine Droge.
Gespritzt, gezogen und aufgesogen.
Engelstrompeten und süßeste Düfte wir erheben uns
in die Lüfte und sind ganz schwerelos. Du bist die
Rettung, du bist der Anker, du bist mein Floß.
Sag: „Wer bist du bloß“?

(Thema – Liebe, Sehnsucht)

 

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